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DURCH VERHANDELN GLÄNZEN UND DIE FINANZIERUNG ERLEICHTERN

Wenn man überlegt ein eigenes Unternehmen aufzubauen, hat man einen langen und arbeitsintensiven Weg vor sich, der mit vielen Ungewissheiten gespickt ist. Der große Vorteil bei einer Unternehmensübernahme ist, dass nicht erst bei null angefangen werden muss. Bestehende Strukturen, Produkte, Geschäftsprozesse und auch Personal können sofort genutzt werden. Wenn es sich um ein gesundes Unternehmen handelt, wird auch ein großer Kundenstamm mit übernommen. Hier sollen die wichtigsten Aspekte einer Betriebsübernahme praxisnah beleuchtet werden und Vor- und Nachteile zur Sprache kommen.

+ Vorteile einer Betriebsübernahme

  • Umsatzerlöse aus bestehenden Kunden und laufenden Verträgen
  • Erfahrenes und eingespieltes Mitarbeiterteam
  • vorhandenes Räumlichkeiten und organisatorische Strukturen
  • Bekanntheitsgrad und stabile Vertriebskanäle
  • Lieferantenverträge und Kontakte zu kooperierenden Dienstleistern
  • Hausbank(en) mit Kreditlinien liegen vor

- Nachteile einer Betriebsübernahme

  • Kaufpreis stellt sich im nachhinein als zu hoch heraus (Investitionsstau, Verkaufszeitpunkt kurz vor konjunkturellem Abschwung)
  • Vertrieb schwächelt (Kündigung Vertriebsmitarbeiter, schlechter werdende Konjunktur, gesetzliche Rahmenbedingungen bringen Nachteile, politische Änderungen (Brexit))
  • Mitarbeiter, auch die nicht performen, müssen ggf. übernommen werden

Wie lassen sich die möglichen Risiken einer Betriebsübernahme reduzieren, um nicht die Katze im Sack zu kaufen?

Verhandlungsstrategien - So erleichtern Sie die Finanzierung eines Unternehmenskaufs

1. Ein Ansatzpunkt ist der Kaufpreis.

Dieser wird i.d.R. im Vorfeld (Exposé/Inserat) bzw. beim ersten Kennenlernen genannt – seien Sie darauf vorbereitet: Verhandeln Sie hier gleich zu Beginn richtig und stellen Sie klar, dass Sie den geforderten Kaufpreis bezahlen wollen, sofern die Prüfung des Unternehmens keine Gründe zu Beanstandungen ergibt. Sollten sich Punkte ergeben, die den Kaufpreis reduzieren, haben Sie sich gleich zu Beginn die Tür offengehalten und können dies im Laufe der weiteren Gespräche vorbringen und so den Kaufpreis nach unten verhandeln.

2. Nicht alles kann im Vorfeld detailliert geprüft werden, bereiten Sie sich auch hierauf vor:

Sachverhalte, die im Vorfeld nicht oder nur unzureichend prüfbar sind wie z.B ein Warenlager, wo sich erst nach Übernahme herausstellt, wieviel der Waren noch gut und zu gebrauchen sind oder schlichtweg nicht mehr verkaufbar sind. Der Käufer ruft jedoch nach wie vor den bilanziellen Wert auf, möglicherweise ohne in der Vergangenheit die erforderlichen Abschreibungen auf den Warenwert vorgenommen zu haben.

Dies fällt typischer Weise erst nach Übernahme auf. Befolgen Sie folgenden Tipp: Diese Positionen sollten vorbehaltlich einer Prüfung offenbleiben – zum Beispiel wird der Kaufpreis nur zu 90 % gezahlt – der übrige Betrag verbleibt bis auf Weiteres auf einem Zwischenkonto.

Verhandlungsstrategien - So erleichtern Sie die Finanzierung eines Unternehmenskaufs

Ein weiterer Punkt kann hinzukommen: Der Zustand von Geräten und/oder fest eingebauten Anlagevermögen: Auch hier läßt sich nicht immer erkennen, ggf. sind kurze Zeit nach Betriebsübernahme Investitionen notwendig. Hier bestehen zwei Möglichkeiten: Sind laut Unternehmenszahlen Abschreibungen rückläufig und das Anlagevermögen nicht regelmäßig ersetzt worden, ist hier besonders zu prüfen und sich Zeit zu nehmen zur Besichtigung und Prüfung.

3. Gibt es neue Technologien?

Die bisherigen Maschinen laufen mit veralteter Technologie und/oder Verfahren, sind dies klare Punkte, um den Kaufpreis nachzuverhandeln. Dies gilt auch für Hard- und Software.


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